Herbstwetter. Der Tag ist viel dunkler als sonst. Es regnet, graue Wolken hängen tief, bei sechs Grad Celsius.
So ein nasskaltes Wetter mit wenig Tageslicht kann uns an traurige Ereignisse erinnern. Oder einfach unsere Stimmung generell herunterziehen.
Bei Menschen, denen es sowieso nicht gut geht, kann es das noch verstärken. Und dann soll man funktionieren, arbeiten, Haushalt führen, sich um die Kinder und die Großeltern kümmern…
Das ist für viele Menschen nicht einfach.
Für manche ist es sogar so, dass sie an einer Depression leiden. Im Jahr 2024 wurden alleine in Korea 1,1 Millionen Menschen mit Depression diagnostiziert, ein trauriger Rekordwert. Übermäßiger Leistungs- und Wettbewerbsdruck, wirtschaftliche Sorgen vor allem bei der älteren Generation, soziale Isolation und Entfremdung und die Tendenz, Gefühle von Angst und Stress nicht offen zu zeigen – all das zeigt solch negative Konsequenzen.
Da ist es wichtig, klare Kante zu zeigen und sich diesen Mitmenschen zu zeigen als Lichtbringer, als Lichtbringerin. Unaufdringlich, als Angebot, aber da sein, dabei sein. Jeder von uns kann ein bisschen Licht spenden. Das Angebot wird manchmal angenommen, manchmal auch nicht – das ist wie es ist. Aber es wirkt oft, wenn ich selbst im Dunkeln bin und Lichtbringer um mich herum habe. Und wenn es nur ein einziger ist, mit einem kleinen Teelicht. Vielleicht bleibt das Leuchten in mir tief verborgen. Von außen nicht oder kaum zu sehen. Aber es ist da.
Das wäre doch mal eine Idee für den kommenden Advent: Licht zu sein für andere.
Einen gesegneten Advent euch und Ihnen allen.
Ihr und euer Diakon Edgar
Deutschsprachige Katholische Gemeinde Korea
www.dkgkorea.info