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Gemeinden

P. Prof. Dr. Stephan Rothlin SJ
stephan.rothlin@gmail.com dkhk.org
P. Prof. Dr. Franz Gassner SVD
franz.gassner@usj.edu.mo

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andreas.bordowski@ewetel.net
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Pfarrer Prof. Dr. Anh Vu Ta
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Katholisches Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
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Dr. Michael Altmeier
kas@dbk.de auslandsseelsorge.de

Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz für die deutschsprachigen Auslandsgemeinden
Weihbischof Matthias König
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Vom Propheten zum Wegbereiter

Wenn ich nach dem Gottesdienst von der Deutsch-Schweizerischen Internationalen Schule (GSIS) vom Peak mit Bus 15 herunterfahre nach Hong Kong Central, passiere ich immer die vornehmsten Autohäuser: McLaren, Porsche, Rolls-Royce, und naturlich Ferrari, mit ihren Topmodellen in der Auslage.

Aber die sind nichts im Vergleich zum wirklich heissen Schlitten des Propheten Elija in der heutigen Adventlesung: „Der mit einem Wirbelsturm aus Feuer hinweggenommen wurde in einem Wagen mit feurigen Pferden.“ (Sirarch 48:1-4; 9-11). Die Turbinen seines Wagens können mit denen von Pratt & Whitney oder Rolls-Royce durchaus mithalten.  

Wie aber landete der Schlitten von Elija mitten im Advent im Hong Kong Park?
Auf meiner Suche stieß ich auf das Gedicht von Clement Clark Moore und Henry Livingstone, welches am 23.12.1823 im Bundesstaat New York zum erstenmal publiziert wurde.
Einer Legende nach schrieb Moore das Gedicht The Visit of Saint Nicolaus, T‘was The Night Before Christmas an einem kalten Winterabend für seine Kinder.
Als Protestant säkularisierte er den Hl. Nikolaus von Myra (270-343 A.D., Kleinasien) sehr stark, den Hauptakteur im Gedicht, welcher ja in vielen katholischen Ländern bis heute am 6.Dezember gefeiert wird und allen Kinder Geschenke bringt.
Moore zimmerte die Figur, die wir heute fast auf der ganzen Welt als Santa Klaus wahrnehmen, vermischt mit einem Dutch Handyman und acht Rentieren (Dasher, Dancer, Prancer,Vixen, Comet, Cupid, Donder, Blitzen).
Den flotten Schlitten verpasste der Bibelkenner Moore dem Hl. Nikolaus durch die bewusste Verbindung mit dem adventlichen Propheten Elija.
Der Schlitten hat eine tiefe biblische Grundlage. Nach seiner Amtsübergabe an Elische, ist der Prophet Elija ja nicht gestorben, sondern mit seinem Feuerwagen schnurstracks in den Himmel gereist (2 Könige 2:11-12).
Die heutige Lesung lobt den Propheten ob seiner feurigen Worte, „sein Wort brannte wie eine Fackel,“ und vor allem weil er das Herz der Väter wieder ihren Kindern zuwendete und die Stämme Israels aufrichtete.
Jesus bestätigt das Wirken des Elija und sein endzeitliches Wiederkommen, „um alles zu reparieren“ (Mt 17: 9a10-13). Und eigentlich ist Elija ja schon wiedergekommen, so Jesus, in der Person des Johannes des Taufers, aber er wurde nicht erkannt.

Die Zeit des Adventes ermutigt, unsere prophetische Berufung zu leben, die wir ja seit der Taufe innehaben. Es gibt auch heute sehr viel zu reparieren!
Als prophetische Frauen und Manner sind wir gerufen „Wagen Israels und Lenker“ zu sein, d.h., unseren Gesellschaften und der Kirche Orientierung zu schenken für ihre Reise, und wenn es sein muss, dafür auch unseren Kopf mutig hinzuhalten. Wie eben Elija und Johannes der Taufer, damit dem Kommen des Reiches Gottes und seiner Gerechtigkeit gerade heute die Bahn geebnet wird.

P. Prof. Dr. Franz Gassner
Deutschsprachige Katholische Gemeinde Macau
Foto: Franz Gassner, Santa Klaus mit seinem Schlitten (Hong Kong Park, Central, Photo Franz Gassner, 2018)