Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, das wir heute feiern und der dazugehörige Glaubenssatz wurden erst spät so endgültig definiert und festgelegt, nämlich am 8.12.1854.
Obwohl die Diskussionen und die theologischen Auseinandersetzungen darüber, ob Maria ohne Erbsünde ist oder nicht, sehr alt sind, gibt es also dieses Fest.
Und dieses Fest schwankt zwischen theologischer Definition und grundsätzlicher Verehrung von Maria.
Ob Jesus oder Maria diese Definition wollten? Ich weiß es nicht. Theologie neigt oft dazu, alles definieren zu wollen. Der Glaube ist aber keine Konstruktion, sondern ein lebendiges Geschehen, mit allem, was dazu gehört. Dafür steht Maria!
Sie steht für all das Menschliche, das zu uns kommen will. Diesem Menschlichen gilt es zum Werden zu verhelfen, nicht nur an Weihnachten.
Pater Holger Adler SJ
Seelsorger für die deutschsprachigen Katholiken in Singapur und Kuala Lumpur
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