Die Geschichte der koreanischen katholischen Kirche ist immer wieder geprägt von großen Verfolgungswellen. Diese fanden aber nicht nur auf der koreanischen Halbinsel statt. Aufgrund der hiesigen Verfolgungen, zum Beispiel 1866, flohen viele aus dem Land, teilweise nach China, aber auch in den russischen fernen Osten.
In Wladiwostok, etwa 900 km von Seoul entfernt, trafen sie auf katholische Strukturen, die durch europäische Missionare aus Frankreich und Polen grundgelegt worden waren.
Dort entstanden in der Folge koreanische Gemeinden, die ihre kurlturelle und religiöse Identität bewahrten.
Die Zahl der Emigranten wurde ab 1910 noch größer; denn da begann die japanische Kolonialherrschaft (1910–1945): Unterstützt wurden sie in der Mandschurei von Priestern der MEP (Missions étrangères de Paris), die übrigens bis heute in Korea präsent sind (der momentane Pfarrer unserer französischen Schwestergemeinde, P. Christophe Bérard, gehört den MEP an).
1937 ließ Stalin die großen Deportationen nach Kasachstan und Usbekistan durchführen, das waren teilweise mehrere tausend Kilometer Entfernung von Wladiwostok aus gesehen.
Kirchengebäude gingen verloren, Priester waren deportiert, Religion galt generell als verdächtig. Einzelne Familien hielten den Glauben im Verborgenen lebendig.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichte Chruschtschow, dass die Koryo-saram, das ist der Name für die koreanischen Gemeinschaften in Zentralasien, langsam wieder ihre religiöse Praxis aufnehmen konnten. In den 1980er- und 1990er-Jahren, mit der Rückkehr der Religionsfreiheit (durch das Wirken von Gorbatschow ab 1985, sowie durch das 1000-jährige Jubiläum der Einführung des Christentums in der Kiewer Rus (988 durch Großfürst Wladimir I.)) entstanden in Kasachstan und Usbekistan erneut koreanische katholische Gemeinden.
Schätzungsweise 450.000 bis 500.000 Korjo-Saram leben heute in Russland und Zentralasien, insbesondere in Usbekistan und Kasachstan. Bis zu 80.000 sind seit 1990 nach Korea zurückgekehrt.
Die Geschichte der katholischen Kirche ist immer wieder geprägt von großen Verfolgungswellen. Diese fanden aber nicht nur auf der koreanischen Halbinsel statt. Aufgrund der hiesigen Verfolgungen, zum Beispiel 1866, flohen viele aus dem Land, teilweise nach China, aber auch in den russischen fernen Osten.
In Wladiwostok, etwa 900 km von Seoul entfernt, trafen sie auf katholische Strukturen, die durch europäische Missionare aus Frankreich und Polen grundgelegt worden waren.
Dort entstanden in der Folge koreanische Gemeinden, die ihre kurlturelle und religiöse Identität bewahrten.
Die Zahl der Emigranten wurde ab 1910 noch größer; denn da begann die japanische Kolonialherrschaft (1910–1945): Unterstützt wurden sie in der Mandschurei von Priestern der MEP (Missions étrangères de Paris), die übrigens bis heute in Korea präsent sind (der momentane Pfarrer unserer französischen Schwestergemeinde, P. Christophe Bérard, gehört den MEP an).
1937 ließ Stalin die großen Deportationen nach Kasachstan und Usbekistan durchführen, das waren teilweise mehrere tausend Kilometer Entfernung von Wladiwostok aus gesehen.
Kirchengebäude gingen verloren, Priester waren deportiert, Religion galt generell als verdächtig. Einzelne Familien hielten den Glauben im Verborgenen lebendig.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichte Chruschtschow, dass die Koryo-saram, das ist der Name für die koreanischen Gemeinschaften in Zentralasien, langsam wieder ihre religiöse Praxis aufnehmen konnten. In den 1980er- und 1990er-Jahren, mit der Rückkehr der Religionsfreiheit (durch das Wirken von Gorbatschow ab 1985, sowie durch das 1000-jährige Jubiläum der Einführung des Christentums in der Kiewer Rus (988 durch Großfürst Wladimir I.)) entstanden in Kasachstan und Usbekistan erneut koreanische katholische Gemeinden.
Schätzungsweise 450.000 bis 500.000 Koryo-Saram leben heute in Russland und Zentralasien, insbesondere in Usbekistan und Kasachstan. Bis zu 80.000 sind seit 1990 nach Korea zurückgekehrt.
Diakon Dr. Edgar Krumpen
Deutschsprachige Katholische Gemeinde Korea