Mit dem heutigen 17. Dezember bricht die letzte Woche vor Weihnachten an. Die Vorbereitungen für das Fest laufen auf Hochtouren oder sind vielleicht sogar schon abgeschlossen, in manchen Schulen haben schon die Weihnachtsferien begonnen und einige Krippen sind auch schon aufgebaut, natürlich bis auf das Jesuskind.
Liturgisch sind diese Tage vom 17. bis zum 23. Dezember gekennzeichnet durch die so genannten
O-Antiphonen, die zum einen in der Messe als Vers vor dem Evangelium und zum anderen im Stundengebet als Magnificat-Antiphon in der Vesper verwendet werden.
In diesen Antiphonen wird der kommende Christus mit jeweils einem Titel aus dem Alten Testament angerufen.
So lautet die Antiphon vom heutigen Tag: „Du Weisheit des Höchsten, in Kraft und Milde ordnest du alles: Komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und Einsicht!“
Allen O-Antiphonen gemeinsam ist dieser fast flehentliche Ruf „Komm!“ zu Beginn des zweiten Teils.
Je näher das Fest der Geburt Jesu und mit ihm das Erscheinen des ersehnten Messias rückt, desto eindringlicher der Wunsch, dass es endlich soweit ist. So wie die Kinder es nicht erwarten können, dass endlich Heiligabend ist und sich die Tür des Wohnzimmers zur Bescherung öffnet.
Stimmen wir in diesen letzten Tagen vor Weihnachten voller Ungeduld und Vorfreude auf das Kommen unseres Heilandes in die O-Antiphonen ein und rufen von ganzem Herzen: Komm!
P. Dr. Andreas Bordowski
Deutschsprachige Katholische Gemeinde Bangkok
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