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Gemeinden

P. Prof. Dr. Stephan Rothlin SJ
stephan.rothlin@gmail.com dkhk.org
P. Prof. Dr. Franz Gassner SVD
franz.gassner@usj.edu.mo

P. Prof. Dr. Stephan Rothlin SJ
stephan.rothlin@gmail.com
P. Prof. Dr. Franz Gassner SVD
franz.gassner@usj.edu.mo

Pfarrer Dr. Michael Bauer
michaelh.bauer@arcor.de dcgs.net

P. Dr. Andreas Bordowski OP
andreas.bordowski@ewetel.net
gemeinde-bangkok.com
Pastoralreferentin Beate Czabaun
beateczabaun@gmail.com

Pfarrer Prof. Dr. Anh Vu Ta
vu.dviet@gmail.com

Pfarrer P. Dr. Andreas Bordowski OP
andreas.bordowski@ewetel.net
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Pastoralreferentin Beate Czabaun
beateczabaun@gmail.com

Katholisches Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
Mons. Peter Lang
kas@dbk.de auslandsseelsorge.de
Dr. Michael Altmeier
kas@dbk.de auslandsseelsorge.de

Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz für die deutschsprachigen Auslandsgemeinden
Weihbischof Matthias König
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
auslandsseelsorge.de erzbistum-paderborn.de

Kein Platz in der Herberge

„Sie fanden keinen Platz in der Herberge“ (Lk 2,7). Ein Satz, der nicht nur im Lukasevangelium Gültigkeit hat. Er erzählt damals wie heute von Überforderung, Enge und dem schlichten Umstand, dass für manche kein Raum mehr bleibt. 

Auch in Südkorea gibt es viele Menschen, die keinen sicheren Ort haben. Obdachlosigkeit ist hier oft weniger sichtbar als in anderen Ländern, aber real: ältere Männer und Frauen, die in Parks oder an Bahnhöfen übernachten; Menschen, die von Notunterkunft zu Notunterkunft wechseln; andere, die in extrem kleinen, prekären Zimmern leben, die zwar ein Dach bieten, aber kaum Schutz oder Stabilität. Häufige Auslöser sind Jobverlust, Krankheit oder der Bruch familiärer Beziehungen.

Gleichzeitig zeigt sich eine andere, stillere Not: Für manche ist die eigene Wohnung kein Ort der Geborgenheit. Häusliche Gewalt nimmt zu, besonders dort, wo wirtschaftlicher Druck, Einsamkeit und Überforderung zusammenkommen. 

Weihnachten romantisiert diese Realität nicht. Die Geburt Jesu geschieht nicht im warmen Wohnzimmer, sondern am Rand der Gesellschaft, an dem kaum noch Platz ist. 
Und doch ist es richtig, Weihnachten in der eigenen Wohnung zu feiern: im Warmen, im Licht, im Kreis vertrauter Menschen. Die Weihnachtsbotschaft stellt das nicht infrage. Sie lädt vielmehr ein, den Blick zu weiten. Wer einen sicheren Ort hat, trägt Verantwortung für jene, die ihn nicht haben. Es geht darum, dass wir aus dieser Realität Konsequenzen ziehen.
Weihnachten erinnert uns daran: Gott kommt dorthin, wo Platz fehlt. Und er traut uns zu, Platz zu schaffen.

So wünsche ich euch und Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest im Warmen, im Licht und in der Geborgenheit der eigenen vier Wände. Möge diese Zeit Ruhe schenken, Dankbarkeit für das, was trägt, und einen wachen Blick für die Menschen, denen Sicherheit und Schutz fehlen. Weihnachten lädt uns ein, das Empfangene nicht für uns zu behalten, sondern weiterzugeben: Aufmerksamkeit, Mitgefühl, konkrete Hilfe. Möge die Nähe Gottes, die wir an Weihnachten feiern, euch stärken und euch begleiten und zum Segen werden.

Frohe und gesegnete Weihnachten.

Ihr und euer Diakon Edgar