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Gemeinden

P. Prof. Dr. Stephan Rothlin SJ
stephan.rothlin@gmail.com dkhk.org
P. Prof. Dr. Franz Gassner SVD
franz.gassner@usj.edu.mo

P. Prof. Dr. Stephan Rothlin SJ
stephan.rothlin@gmail.com
P. Prof. Dr. Franz Gassner SVD
franz.gassner@usj.edu.mo

Pfarrer Dr. Michael Bauer
michaelh.bauer@arcor.de dcgs.net

P. Dr. Andreas Bordowski OP
andreas.bordowski@ewetel.net
gemeinde-bangkok.com
Pastoralreferentin Beate Czabaun
beateczabaun@gmail.com

Pfarrer Prof. Dr. Anh Vu Ta
vu.dviet@gmail.com

Pfarrer P. Dr. Andreas Bordowski OP
andreas.bordowski@ewetel.net
gemeinde-bangkok.com
Pastoralreferentin Beate Czabaun
beateczabaun@gmail.com

Katholisches Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
Mons. Peter Lang
kas@dbk.de auslandsseelsorge.de
Dr. Michael Altmeier
kas@dbk.de auslandsseelsorge.de

Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz für die deutschsprachigen Auslandsgemeinden
Weihbischof Matthias König
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
auslandsseelsorge.de erzbistum-paderborn.de

In Amore!

In vielen Gemeinden wird schon ab dem ersten Advent die Krippe aufgebaut, und bis zum Heiligen Abend werden die jeweiligen uns bekannten Figuren an der Krippe aufgestellt. Zu Beginn natürlich erst der Stall und Ochs und Esel, dann die Hirten mit den Schafen. Dann kommen vielleicht Maria und Josef mit einem Esel aus der Ferne, denn sie müssen ja von Nazareth nach Bethlehem ziehen.
An Heiligabend werden die Engel mit dem „Gloria in Excelsis Deo“ die Bühne betreten, und alle Akteure wenden sich dann dem Kind in der Krippe zu. Schlussendlich werden die Heiligen Drei Könige noch dem Jesuskind im Stall ihre Reverenz erweisen.
Und dann wird wieder alles abgebaut, und die jeweiligen Akteure werden nie wieder gesehen – außer natürlich die heilige Familie und der Esel!

Was eigentlich verwunderlich ist, denn seine Farbe ist ein langweiliges Grau. Sein Charakter wird als dickköpfig und zuweilen auch störrisch beschrieben. Seine Laute, die er von sich gibt, sind meilenweit von den Harmonien der Engelchöre entfernt.
Und doch: Trägt der Esel nicht Maria zu ihrer Verwandten Elisabeth? Trägt der Esel Maria nicht von Nazareth nach Bethlehem? Verhilft der Esel nicht Maria mit Josef und dem Kind zur Flucht nach Ägypten? Und als Krönung seiner Rolle: Reitet nicht Jesus am Palmsonntag auf einem Esel wie ein König der Liebe in Jerusalem ein?
Wahrhaft, im Heilsplan Gottes hat der Esel eine tragende Rolle.

Und woher kommt das? Es liegt an seinen Ohren! Denn sie sind besonders groß. Und mit diesen Ohren hat der Esel von der Sehnsucht der Menschen nach dem Retter der Welt gehört. Der Esel hat gehört, wie Maria und Josef sich über die Botschaft Gabriels unterhalten haben, dass Maria den Sohn Gottes gebären wird.
Seine Ohren haben gehört, dass alle Akteure an der Krippe dieses Kind als den Retter der Welt, als Sohn Gottes bezeichnen. Das hat er alles mit seinen großen Ohren gehört.

Und wie antwortet er darauf? Mit einem unharmonischen Geräusch, das bezeichnet wird mit den Buchstaben „I.A.”. Dieses „I.A.” ist im Italienischen eine Abkürzung für „In Amore!” Auf Deutsch: „In Liebe!” In Liebe hat er seine tragende Rolle für Jesus, den Retter der Welt, den Sohn Gottes übernommen. Wahrhaft eine tragende Rolle!

Wir Menschen haben diese Ohren nicht und Laute können wir auch ganz viele abgeben. Unser Leben ist manchmal ganz schön grau, und von unserem Charakter wollen wir am besten schweigen.

Aber auch für uns ist Gott in der Heiligen Nacht Mensch geworden, um Schöpfung und Welt zu heilen.
Daher können auch wir versuchen, in Liebe eine tragende Rolle in diesem himmlischen Schauspiel und Welt zu übernehmen.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten!

Bernhard Horstmann
Pfarrer der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Sydney
www.dkg-sydney.com