„Eine Vision des Propheten Zefania: „An jenem Tag… wirst Du nicht mehr hochmütig sein auf meinem heiligen Berg. Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Vok, das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn. „ (Zefania 3.11-12). Der Gelbe Berg in der Anhui Provinz in China übt auf viele Menschen einen besonderen Zauber aus unabhängig davon, ob sie religiös sind oder nicht. Auch in der Kunst der Landschaftsmalerei fasziniert dieser Gelbe Berg mit seiner Kombination von bizarren Felsen, schneebedeckten Wäldern und Nebel, manchmal mit einem kleinen Punkt: ist es ein Mensch? Gerade Sammlung und Stille können in uns die Haltung von Staunen und Demut wecken. Wir fühlen uns in einem grossen Ganzen geborgen. Wenn wir an Gott glauben, setzen wir ja nicht auf unsere Leistung und unser Ego, sondern vertrauen darauf, dass Gott uns mit anderen Menschen zusammenbringt. Gemeinsam – arm und demütig geworden – sind wir auf der Suche und werden den heiligen Berg finden.
Bild: Klaus Pichler: Gelber Berg
P. Stephan Rothlin SJ
Peking, Joseph Freinademetz Gemeinde
Hong Kong, Hildegard von Bingen Gemeinde
Pfarrer